Lebhafter Austausch in der „Yosima-Lounge“

von Dieter Mai am 16.03.2011
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Lehmputz-Experten und -Interessierte trafen sich in Düsseldorf

Offene Tür für Lehmbau-Interessierte

Offene Tür für Lehmbau-Interessierte

Die von Claytec-Technikleiter Ulrich Röhlen in seiner Düsseldorfer Privatwohnung ausgerichtete “Yosima Lounge” war ein voller Erfolg. Zahlreiche Verarbeiter, Handelspartner, Architekten und Lehmbau-Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild davon zu machen, wie sehr Raumklima und Ambiente im persönlichen Lebensumfeld Röhlens von der Ausgestaltung mit edlen Lehmoberflächen profitieren.

Ich komme ins Gespräch mit einen Studenten, der im Fraunhofer Institut für Bauphysik im Rahmen eines Forschungsprojekts die Veränderung der bauphysikalischen Eigenschaften von Lehmputz durch Beimischung unterschiedlicher Naturfasern untersucht. Er ist an diesem Sonntagnachmittagnicht nicht der einzige, der durch sein spürbares Engagement regelrechte Begeisterung für das Bauen mit Lehm ausstrahlt.

Auch Energiefachberater und Baustoffhändler Markus Finken aus Wegberg gerät ins Schwärmen, als er von den aktuellen Lehmbauprojekten seiner Kunden berichtet. Da gibt es den Bauherrn fortgeschrittenen Alters, der mit ganz viel persönlichem Einsatz einen alten Bauerhof zum komfortablen Alterssitz umgebaut hat. Oder den Architekten, der, gemeinsam mit einem befreundeten Holzbau-Fachmann in immer neuen ambitionierten Bauvorhaben das synergetisches Potential der Kombination beider Naturwerkstoffe ausreizt.

Experten und Interessierte im Gespräch

Experten und Interessierte im Gespräch

Mittlerweile haben ganz unterschiedliche Menschen den Weg in die Erdgeschosswohnung im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf gefunden. Unter ihnen ist auch die Architektin Susanne Weitzel. Sie hat eine ganz besondere Beziehung zum Lehmbau, seit sie als Studentin gemeinsam mit anderen Studierenden der RWTH Aachen ein Lehmbauprojekt im Himalaya realisierte.

Begutachtung des YOSIMA-Farbfächers

Begutachtung des YOSIMA-Farbfächers

Zwei weitere Vertreter der Architekten-Zunft sind Katja Garbe und Guido Kürten. Die Innenarchitektin und der Architekt aus Wuppertal kooperieren bei verschiedenen Projekten und teilen die Leidenschaft für den Baustoff Lehm. Ihr aktuelles gemeinsames Lehmbauprojekt ist ein Einfamilienhaus für einen Bauherrn türkischer Abstammung. Dieser sei dem Lehmbau gegenüber sehr aufgeschlossen, auch deshalb weil der Lehm in der Baukultur seines Heimatlandes traditionell eine wichtige Rolle spielt. „Dort nutzt man seit Jahrhunderten die klimaregulierenden Eigenschaften des Lehms“, erläutert Katja Garbe. Bei großer Hitze etwa befeuchte man die Lehmwände und nutze die entstehende Kondensationskälte Verdunstungskälte (danke an den anonymen Hinweisgeber in den Kommentaren) zur Kühlung der Räume.

Kooperieren: Innenarchitektin Garbe und Architekt Kürten

Kooperieren: Innenarchitektin Garbe und Architekt Kürten

Ein Anliegen ist der Innenarchitektin und ihrem Architekten-Kollegen wichtig: „Wir wollen den Lehmbau aus der reinen Öko-Nische herausholen.“ Lehm als Werkstoff stehe zwar zurecht geradezu sinnbildlich für Natürlichkeit und Nachhaltigkeit, ihr Anliegen sei es aber, potentielle Bauherren darüber hinaus auch für den edlen und wertigen Charakter sowie die ästhetischen Qualitäten von Lehmbau und Lehminnenausbau zu begeistern.

In Ulrich Röhlens Arbeitszimmer läuft derweil eine Beamer-Präsentation, die den Weg  vom Rohstoffabbau des Tons über die Verarbeitung bis hin zu seiner Endbestimmung als Lehmedelputz dokumentiert. An diesem außergewöhnlichen Nachmittag beeindrucken besonders die Bild-Impressionen aus den Tongruben. Die reichhaltige Farbpalette der Yosima-Design-Lehmputze, die, da sind sich alle Besucher einig, heute entscheidend zur entspannt-anregenden Lounge-Atmosphäre beigetragen haben, hier findet sie ihren Ursprung.

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Kategorie: Allgemein, Claytec, Lebensart, Lifestyle, Wohnen, Yosima

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