Stuckateurmeister mit Technik-Faible: Thomas Haider, Stuck & Akustik Weck, Köln

Thomas Haider

Thomas Haider

Seit mehr als 25 Jahren leitet Thomas Haider das Kölner Unternehmen Stuck & Akustik Weck. Das Traditionsunternehmen ist auf große Bauvorhaben spezialisiert. Schwerpunkte sind Sanierung und Lehmbau. Bei gleich zwei herausragenden Claytec-Referenzprojekten der letzten Jahre waren die Kölner Stuckateure maßgeblich beteiligt. Firmenchef Haider engagiert sich in der Verbandsarbeit, als vereidigter Gerichts-Sachverständiger und pflegt in der knapp bemessenen Freizeit ein Hobby aus Jugendzeiten.

Das Unternehmen Stuck & Akustik Weck kann auf eine langjährige Firmengeschichte zurückblicken. Gegründet im Jahr 1945 in Rösrath, im Rheinisch-Bergischen Kreis, von Karl Weck, zog der Betrieb mit der Übergabe der Geschäfte an dessen Sohn Franz Weck 1974 ins benachbarte Köln. Das mittelständische Unternehmen mit heute 30 Mitarbeitern hat seinen Firmensitz in einem äußerlich unscheinbaren Gewerbekomplex in Köln-Ehrenfeld. Von hier aus leitet Thomas Haider, seit 1985 als Geschäftsführer und Gesellschafter, seit 1990 als Mehrheitsgesellschafter, die Geschicke des Traditionsunternehmens.

Schwerpunkt Denkmalsanierung – Foto: stuck-weck.de

Schwerpunkt Denkmalsanierung – Foto: stuck-weck.de

Obwohl er selbst aus einer Stuckateur-Familie kam, orientierte sich Haider beruflich zunächst anderweitig, begann nach dem Abitur ein Maschinenbau-Studium. Nach drei Semestern entschied er sich aber doch für die Fortführung der Familientradition und machte eine Ausbildung zum Stuckateur. Im Anschluss arbeitete er ein Jahr als Bauleiter und absolvierte schließlich die Meisterschule für das Stuckateurhandwerk in Arnsberg. Fachlich hat der Firmenchef heute eine eindeutige Vorliebe: „Denkmalsanierung machen wir am liebsten. Dabei ist der Lehmbau ein Schwerpunkt. Dazu kommen Putze, energetisches Sanieren und, aus Gründen der Erhaltung historischer Fassaden, vermehrt auch die Innendämmung“.

Kunst im Büro

Die Wand über dem Besprechungstisch in  Thomas Haiders Büro ziert eine großformatige Grafik. In naturalistischer Darstellung, skizziert mit energischen Bleistift- und Pinselstrichen, hat darauf der Maler und Grafiker Horst Brozy den Moment des Boxenstopps eines Tourenwagens eingefangen. Auf das auffällige Kunstwerk angesprochen, outet sich Haider als Motorsport-Fan, der sich hin und wieder auch selbst hinter das Steuer eines solchen Fahrzeugs setzt und als Hobby-Pilot an Rennen teilnimmt. Seine Leidenschaft für Maschinen und Motoren, die ihn beinahe in eine völlig andere berufliche Laufbahn befördert hätte, pflegt Haider auf diese Weise bis heute.

Symbolcharakter: Grafik „Boxenstopp“ von Horst Brozy

Symbolcharakter: Grafik „Boxenstopp“ von Horst Brozy

Sein tiefer gehendes Interesse an Technik und Mechanik kommt Thomas Haider immer wieder auch bei aktuellen Sanierungs-Vorhaben zugute, wie beispielsweise beim Umbau des ehemaligen Abgeordnetenhauses in Bonn für das Klimasekreteriat der Vereinten Nationen.  „Das war eine technisch sehr anspruchsvolle Aufgabe. Bei den Zwischenwänden der Büros kamen für die Grundkonstruktion die neu entwickelten Maxitec-Ständerwerk-Profile von Protektor zum Einsatz. Diese kommen, bei gleicher Festigkeit, mit 10% weniger  Material aus als herkömmliche Profile. Für die stabile Befestigung der Claytec-Lehmbauplatte an diesen neuen Profilen mussten wir zunächst diverse Tests durchführen bis wir eine geeignete Schraube gefunden hatten.“ Ein auf den ersten Blick unscheinbares Detail, dessen Gewicht sich erschließt, wenn man weiß, dass bei diesem Bauvorhaben gleich mehrere Tausend Quadratmeter Lehmbauplatten verbaut wurden.

Spezialität Großprojekte

Bau-Projekte der umfangreicheren Art sind die Spezialität von Stuck & Akustik Weck. Über eine dieser Großbaustellen ergab sich vor einigen Jahren auch der erste Kontakt zwischen den Firmen Weck und Claytec. Beim Neubau des Kölner Kolumba-Museums ging es um die Gestaltung von insgesamt 6500 qm Wandoberflächen. Auf der Suche nach Alternativen zu konventionellem Kalk-/Zementputz stieß Thomas Haider – auch dank einer Anregung seines damaligen Mitarbeiters und heutigen Claytec-Handwerkspartners Achim Melchert – auf die Claytec-Lehmfeinputz-Produkte. Für den ausführenden Architekten Peter Zumthor passte der Baustoff Lehm perfekt zum Bauvorhaben. Die großen Flächen der Innenwände sollten ohne Dehnungsfugen beschichtet werden. Damit schieden harte und spröde Materialien aus. Neben seiner besonderen bauphysikalischen Beschaffenheit konnte der Claytec-Lehmfeinputz  auch mit seiner Eigenschaft als reines Naturprodukt punkten. Aus gestalterischer Sicht überzeugte den Architekten darüber hinaus die besondere räumliche Tiefenwirkung der feinen Lehmoberflächen. Für Claytec markierte die Beteiligung an dem prestigeträchtigen Museums-Neubau einen Meilenstein, der für das Projekt eigens entwickelte lichte Grauton ging in die Firmengeschichte als „kolumba-grau“ ein.  Architekt  Peter Zumthor wurde für das Kolumba Museum 2009 mit dem Pritzker-Preis geehrt, der als „Nobelpreis der Architektur“ gilt. Ausführender Handwerksbetrieb für die Wandbeschichtungen mit Claytec-Lehmputz: die Kölner Stuck-Spezialisten der Firma Weck.

Großprojekt in Bonn: mehrere Tausend qm Lehmbauplatten im UN-Klimasekreteriat Foto: Claytec/Koculak

Großprojekt in Bonn: mehrere Tausend qm Lehmbauplatten im UN-Klimasekreteriat – Foto: Claytec/Koculak

Eine 60-Stunden-Woche ist für Thomas Haider der Normalfall, auch weil er sich neben der Leitung des eigenen Stuckateurbetriebs gleich mehreren anderen verantwortungsvollen Funktionen widmet. Haider ist Obermeister der Kölner Innung Ausbau und Fassade sowie Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Köln. Darüber hinaus fertigt er als vereidigter Sachverständiger für das Stuckateurhandwerk Gerichtsgutachten an. Besonders liegen Thomas Haider dabei diejenigen Fälle am Herzen, in denen er per Schiedsgutachten die Rolle eines Mediators übernimmt. „Das ist eine sehr befriedigende Tätigkeit, weil ich mit meiner Arbeit den beteiligten Parteien helfen kann, den oft kostspieligen und nervenaufreibenden Gang vor Gericht zu vermeiden “, führt er aus. „Außerdem ist die Arbeit als Schiedsgutachter sehr lehrreich: aus der Beschäftigung mit den ganz unterschiedlich gelagerten Streitfällen konnte ich schon so manche Erkenntnis für meine eigene Arbeit als Unternehmer gewinnen.

Prestigeträchtiges Referenzobjekt: Kolumba Museum Köln Fotos: Claytec/Koculak

Prestigeträchtiges Referenzobjekt: Kolumba Museum Köln Fotos: Claytec/Koculak

2 Kommentare

Domocura, Herr Maron

Sehr geehrter Herr Haider,

ich bitten um Rückruf. Es geht um eine Fassadenmalerei die aufgearbeitet werden soll.
Tel. 0231948310-14

Objekt : Agrippastr 14 in Köln

Bitte erstellen Sie mir ein Angebot für die Entfernung der Risse. Des Weiteren bitte ich Sie ein Angebot für die Nacharbeit (in dezenter Form) der Schrift (Agreppina) mir zukommen zulassen.

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Dieter Mai

Guten Tag Herr Maron,

wir werden Ihre Anfrage an Herrn Haider weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Mai
CLAYTEC Social Media

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